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Pädagogische Grundsätze
Unser Ziel ist es, für unsere Schulkinder nicht nur die bestmöglichen Lernvoraussetzungen zu schaffen, sondern ihnen auch überdauernde Werte und allgemein gültige Verhaltensweisen zu vermitteln. Soziales Lernen bedeutet für uns, dass wir ein gewaltfreies und achtsames Miteinander pflegen. Wir wollen unsere Schüler lehren, die Konflikte, die im Miteinander von Menschen entstehen können, vernünftig zu lösen. Wir versuchen unseren Schüler zu vermitteln, dass verschiedene Menschen in ein und derselben Situation unterschiedliche Empfindungen haben können. Wir sind bestrebt, ihnen beizubringen, wie man mit der eigenen Wut umgeht, wie man Grenzen setzt und respektiert. Vor allem diese beiden letztgenannten Grundsätze stehen an der Grundschule Pullach seit einigen Jahren an oberster Stelle.

Wenn es mir zu viel wird, sage ich "Stopp"! -
Die STOPP - Hand hilft!

Vermittelt wird das Grenzen setzen durch das Symbol der "STOPP - Hand", das entstanden ist in den "Auf'gschaut"-Kursen (3./4. Klasse) in Kooperation mit der Polizei und in dem Selbstbehauptungstraining "Capitombolo" (1./2. Klasse). Die Kinder lernen dabei, die Hand gezielt und bestimmt auszustrecken, um dem anderen Kind mit dem Wort STOPP zu signalisieren, dass hier die Grenze erreicht ist und es seine Aktionen einstellen soll. In den letzten Jahren sind die Lehrer der Schule von der Polizei ausgebildet worden, das "Aufg'schaut"-Programm selbstständig in der Klasse weiterzuführen. Zudem unterstützt uns die Jugendsozialarbeit tatkräftig, indem sie gezielt in den Klassen kleinere Kurseinheiten („Ferdi“) dazu abhält.

 

Flexible Grundschule
Seit dem Schuljahr 2014/15 ist die GS Pullach eine „Flexible Grundschule“.
Kennzeichen der Flexiblen Grundschule sind:

• Jahrgangsgemischte Klassen
Die Einrichtung jahrgangsgemischter Klassen in 1 und 2 fand an der GS Pullach bereits im Schuljahr 2008/09 statt. Die Klassenschülerzahl ist dabei auf maximal 25 Kinder begrenzt.

Die Unterschiedlichkeit der SchülerInnen wird als Chance genutzt, gezielt von- und miteinander zu lernen.

• Anknüpfung an vorschulische Bildung und Erziehung
Die Flexible Grundschule knüpft an die Vorerfahrungen der Kinder in den Kindertageseinrichtungen an. Die Heterogenität des miteinander Arbeitens und Lernens wird in der Flexiblen Grundschule fortgesetzt.

• Erhebung der individuellen Lernausgangslage
Da die Kinder ihre Grundschulzeit mit unterschiedlichen Vorkenntnissen beginnen, muss das Lernangebot optimal an den individuellen Lernstand angepasst werden. Die Lehrkräfte ermitteln die jeweilige Lernausgangslage der SchülerInnen mit Hilfe eines computergestützten Programms. Somit kann jedes Kind von Anfang an entwicklungsgerecht gefördert werden.

• Individualisierende Lernangebote
Um die Verschiedenheit der Kinder zu berücksichtigen, werden in der Flexiblen Grundschule gemeinsame Themen und offene Aufgaben angeboten. Sowohl bewährte als auch neue Unterrichtsmethoden kommen zum Einsatz, die ein Lernen im eigenen Tempo ermöglichen.

• Form der Leistungserhebung
Die Kinder lernen individuell. Verschiedene Formen der Leistungserhebung (herkömmliche Lernzielkontrollen oder z. B. Portfolios) können eingesetzt werden.
Das Zwischenzeugnis wird auf Grund eines Lehrerkonferenzbeschlusses und im Einvernehmen mit dem Elternbeirat in den Klassen 1-3 durch ein dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch ersetzt.

• Flexible Verweildauer
In der Eingangsstufe beträgt die Regelbesuchszeit zwei Schuljahre. Es besteht jedoch die Möglichkeit eines dritten Schulbesuchsjahres, ohne dass ein Wechsel des Klassenverbandes erforderlich wird. Dieses Jahr wird nicht auf die Pflichtschulzeit angerechnet.

• Erziehungspartnerschaft und Gestaltung der Übergänge
Alle die oben angesprochenen Veränderungen erfordern eine intensive Beratung der Eltern. Die enge Zusammenarbeit mit den Kindertageseinrichtungen sowie mit den Lehrkräften der folgenden Jahrgangsstufen sichert einen möglichst reibungslosen Übergang.

Ausführliche Informationen zur Flexiblen Grundschule finden Sie unter:
http://www.bildungspakt-bayern.de/projekte/flexible-grundschule/

 

Arbeit in jahrgangsgemischten Klassen der Flexiblen Grundschule
In der Grundschule Pullach greifen wir auch auf reformpädagogische Lehrmethoden zurück. Damit wollen wir individuelles Lernen stärker betonen und durch neue Handlungsperspektiven und Methoden unsere Schule als Lern-, Bildungs- und sozialen Ort noch intensiver erlebbar machen. Im Schuljahr 2008/09 wurden erstmals zwei jahrgangsgemischte Klassen in den ersten beiden Jahrgangsstufen eingerichtet. Im Schuljahr 2011/12 folgte die Jahrgangsmischung für zwei Klassen in der dritten und vierten Jahrgangsstufe.

 

Umgang mit neuen Medien
Im Laufe der vergangenen Jahre wurde die Schule mit neuen Medien hervorragend ausgestattet. Das Interaktive Whiteboard wird mittlerweile in allen Klassen der Grundschule Pullach systematisch eingesetzt.

Begonnen hat alles mit dem Schuljahr 2006/07. Derzeit sind über 30 Computerplätze für die Schüler vorhanden und in 19 Klassen- oder Fachräumen hängen interaktive Whiteboards, die mit einem schulinternen Netzwerk verbunden sind und alle über Internetanschluss verfügen, so dass z.B. auf Bildungsmedien der Landesbildstelle schnell und problemlos zugegriffen werden kann. Die Software Activprimary (ergänzt durch eine neue Version, Active Inspire) wurde für Kinder im Alter zwischen drei und elf Jahren kreiert, um Spaß am Lernen zu fördern. Durch den frühen Umgang mit diesen neuen interaktiven Medien wollen wir die Kinder behutsam, aber rechtzeitig an die Technik unserer Zeit heranführen, ihnen die Vorteile aufzeigen, aber auch die Gefahren, die von diesen Medien ausgehen können, bewusst machen. Durch praktische Übungen und das selbstständige Arbeiten mit dem Whiteboard sowie mittels eines Computerkurses oder durch die Herstellung der Schülerzeitung beherrschen die Kinder schnell dieses neue Medium.

„Alte“ Medien wie Buch, Heft, Tafel oder haptische Lernmittel sind aber nicht aus dem Schulalltag verbannt, sondern haben nach wie vor ihren speziellen Stellenwert im Unterricht der Grundschule.

 

Leseförderung
Großen Wert legen wir auf die Schulung und Förderung der Lesekompetenz. Lesen ist eine Kulturtechnik, der im Hinblick auf den schulischen Erfolg in allen Fächern zentrale Bedeutung zukommt. In Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Richard Sigel von der Ludwig-Maximilian-Universität führen wir daher seit dem Schuljahr 2005/06 mit kurzzeitiger Unterbrechung ein Leseprojekt mit den 2. und/ oder 3. Klassen durch. Hierbei handelt es sich um eine intensive Leseförderung in Kleingruppen. Diese Art des Unterrichts soll allen SchülerInnen gerecht werden und deren Lesemotivation fördern und eventuelle Leseschwächen reduzieren helfen. In homogenen Kleingruppen kann eine größtmögliche Differenzierung und Individualisierung angestrebt werden. Nach einem Einstufungstest erarbeiten wir in 3-4 Lesekompetenzgruppen Lesetexte und Klassenlektüren mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus.

Die herkömmlichen Klassenstrukturen werden innerhalb einer Jahrgangsstufe aufgebrochen und die Kinder in Kompetenzgruppen eingeteilt. Das System ist nach oben und unten durchlässig. In regelmäßigen Abständen werden in den Jahrgangsstufenteams Absprachen getroffen, ob das Anforderungsniveau dem Lesevermögen des Kindes noch entspricht, oder ob es die Kleingruppe wechseln sollte.

Neben grundlegenden Lesetechniken werden vor allem Leseflüssigkeit (Lesegeschwindigkeit stärkt Leseverständnis) und die Sinnentnahme geschult. Zuerst einmal geht es aber darum, die Lesefreude der Kinder zu wecken. Deshalb nimmt das Vorlesen, das nachweislich eine Förderung der Lesebereitschaft und – fähigkeit bewirkt, in allen Jahrgangsstufen breiten Raum ein.

Zu diesem speziellen Leseunterricht gehören neben Buchvorstellungen, Lesenächten, Autorenlesungen, Buchprojektwochen (Tag des Vorlesens, Tag des Buches) sowohl regelmäßige Ausleihen in der schuleigenen Bücherei, als auch Besuche in der gemeindlichen Bibliothek, Lesepaten und interaktive Leseförderung (Antolin).

Jede Klasse der Schule kann sich bei „Antolin“ anmelden. Den Eltern wird diese Möglichkeit der Beschäftigung mit einem Buch an den Elternabenden vorgestellt, damit sie ihre Kinder zuhause am Anfang unterstützen können. Als Anreiz und Belohnung winken Urkunden. Diese Urkunden erhalten die Kinder jeweils von ihrer Lehrkraft.

 

Schülerbücherei
Wir sind in der überaus glücklichen Lage, eine Schulbücherei mit ca. 3600 Büchern zu haben. Jede Jahrgangsstufe hat regelmäßig die Möglichkeit während einer Pause Bücher auszuleihen. Die Kinder bekommen auch direkt ins Klassenzimmer Bücher geliefert. Sie dürfen sich diese Bücher ebenfalls für zuhause ausborgen oder in der Schule lesen. In Absprache mit den BüchereimitarbeiterInnen werden Bücher, die speziell zu bestimmten Sachkundethemen passen, in einer Bücherkiste zusammengestellt und ins jeweilige Klassenzimmer gebracht.

Die schuleigene Bücherei wird von den Mitarbeiterinnen zum größten Teil ehrenamtlich betreut. Das persönliche Engagement und das große Sachverständnis dieser „Bibliothekarinnen“ verdienen allseits Anerkennung.

Zu Beginn des Jahres 2010 hat die Bücherei einen zentralen Platz mit entsprechenden Räumlichkeiten innerhalb der Schule erhalten. Das Angebot zur Ausleihe wird von den Kindern gern und begeistert angenommen.

Wichtig ist aber gerade für Leseanfänger und Kinder, denen das Lesen nicht gerade „in den Schoß fällt“, die tägliche Lesehausaufgabe, die am Nachmittag ihren festen Platz haben muss. Ein Mindestquantum an Lesezeit ist nötig, um bestimmte Lesekompetenzen und damit auch überdauernde Lesefreude zu entwickeln und vor allem während der Pubertät beizubehalten.



Jugendsozialarbeit
An der Grundschule Pullach sind zwei Jugendsozialarbeiterinnen tätig. Sie unterstützen durch ihr vielfältiges Angebot die Kinder in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung. Hierbei handelt es sich zum einen um die Stärkung sozialer Kompetenzen, zum anderen um individuelle Förderung bei spezifischen Beeinträchtigungen oder Schwierigkeiten im Sozialverhalten.

Eltern können sich bei Bedarf informieren und beraten lassen.

Jugendsozialarbeit an der Grundschule hat vorwiegend präventiven Charakter.

 

Pausenscouts
Seit dem Schuljahr 2012/13 werden durch die Jugendsozialarbeit Schüler als Pausenscouts ausgebildet. Pausenscouts sind Helfer, die bei der Lösung kleinerer Zwistigkeiten vermitteln oder bei Uneinigkeiten beraten. Das heißt, sie gehen mit offenen Augen über den Pausenhof und bieten Mitschülern ihre Unterstützung an oder holen Erwachsene zur Hilfe herbei.

 

Lehrer-Eltern-Forum
In den letzten Jahren hatte sich an der Schule ein Arbeitskreis gebildet, der sich aus Eltern, Mitgliedern des Elternbeirats, LehrerInnen, Schulleitung und einer Mitarbeiterin der Jugendsozialarbeit zusammensetzte.

Dieser Arbeitskreis wählte sich zu Beginn des Schuljahres aktuelle pädagogische Themen aus, die in mehreren Sitzungen gemeinsam diskutiert und bearbeitet wurden.
Im Schuljahr 2011/12 wurden Jahrgangsstufenschreiben für alle vier Klassenstufen verfasst, die die Eltern auf Besonderheiten des jeweiligen Jahrgangs hinweisen.

Im Schuljahr 2012/13 erstellte das Team ein Schulleitbild, das im Rahmen einer Projektwoche implementiert wurde. Im Eingangsbereich der Schule sind die wichtigsten Grundgedanken, mit deren Hilfe die Kinder Schritt für Schritt zu einem gedeihlichen Mit- und Füreinander begleitet werden, als Fußabdrücke visualisiert.

Im Schuljahr 2013/14 stand das Thema „Hausaufgaben“ im Blickpunkt. Eine Schulpsychologin trat dem Arbeitskreis bei. Es fanden zwei Themenabende statt, eine Schüler- und Elternbefragung wurden ausgewertet und schließlich konnte ein Infoblatt mit wichtigen Tipps und Hinweisen herausgegeben werden.

Im Schuljahr 2014/2015 fand der Einstieg in ein schulspezifisches Konzept zur Erziehungspartnerschaft nach Art. 74 BayEUG statt. Die Lehrkräfte formulierten einen schuleigenen Entwurf, der die Umsetzung in den Bereichen Kommunikation, Kooperation sowie Mitsprache und Gestaltung im Fokus hat. Frau SchaD a.D. Andrea Lehner hielt am 20. April 2015 ein Grundsatzreferat zum Thema Erziehungspartnerschaft für die Eltern der GS Pullach.

Im Schuljahr 2015/16 entstand eine Vereinbarung, wie Eltern und Schule miteinander kommunizieren.

 

Erziehungspartnerschaft
„Wir wollen uns für die Elternsicht interessieren, die Ansichten wertungsfrei anhören und das Zusammenleben und –arbeiten mit dem Kind für einen kurzen Moment aus der elterlichen Perspektive ansehen.“ (Vorwort zum schuleigenen Konzept zur Erziehungspartnerschaft, das durch die Lehrerkonferenz der GS Pullach im Februar 2015 erarbeitet wurde.)

Schulische Entwicklungsarbeit muss immer die besondere Situation vor Ort berücksichtigen, um sowohl spezifische Stärken als auch potenzielle Schwächen zu erkennen und diese im Kontext eines Schulentwicklungsprogrammes zieldefiniert zu aktualisieren und umzusetzen.

Zu Beginn des Schuljahres 2015/16 formierte sich in Fortführung des Lehrer-Eltern-Forums (siehe oben) eine aus Schulleitung, zwei Lehrern, drei Eltern sowie einer Sozialpädagogin bestehendes Team, um Erziehungsprozesse für die Schule eigenverantwortlich zu gestalten, diese transparent zu machen und zu verantworten. (siehe KMS vom 30. 09. 2013 - Kommunikation)

Das Thema für das Schuljahr 2016/17 steht derzeit noch nicht fest.

 

Beschäftigung einer Heilpädagogin
Seit dem Schuljahr 2014/15 steht der GS Pullach eine Heilpädagogin zur Seite, die von der Gemeinde Pullach angestellt ist und von ihr finanziert wird.

Durch das Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung vom 26. März 2009 werden die rechtlichen und damit berechtigten Ansprüche aller Menschen auf ein Leben in Würde, auf Selbstbestimmung, gleichberechtigte Teilhabe und Bildung bekräftigt. Die Diskussion um Integration und Inklusion erhielt einen neuen Schub.

Mit dem Begriff «Inklusion» ist die Forderung nach dem Abbau aller «Sondereinrichtungen» verbunden. Differenzierungs- und Individualisierungsmaßnahmen, die u. a. von Heilpädagogen angeboten werden, sollen den Kindern helfen, sich in „normalen“ Einrichtungen zurechtzufinden.
Hier sprechen wir sowohl von körperlicher Behinderung, Beeinträchtigungen im sozial-emotionalen Bereich als auch von Lernbehinderungen auf unterschiedlichsten Gebieten.

Die an der GS Pullach tätige Heilpädagogin begleitet und unterstützt Lern- und Entwicklungsprozesse, die insbesondere im Grundschulalter einer intensiven Beobachtung des Kindes, einer ausgearbeiteten Diagnose sowie einer eingehenden Beratung der Lehrkräfte und Eltern bedürfen.
Sie steht der Schulleitung bei der Einschulung bei, hospitiert im Unterricht, berät Eltern und hilft mit heilpädagogischen Maßnahmen z. B. bei der Bewegungsverbesserung im Sportunterricht oder bei der Überprüfung der Schreib-und Stifthaltung.
Der Kurs „Kids aktiv“, den sie für die Erst- und Zweitklässler abhält, ist insbesondere als Förderung der Fein- und Grobmotorik sowie als Sozialverhaltenstraining angedacht.

Der Kooperation mit den ortsansässigen Kindertageseinrichtungen kommt ebenfalls eine sehr wichtige Bedeutung zu. Hierbei kann sie den Mitarbeiterinnen in den Kindergärten in der Frage der Schulfähigkeit bei Bedarf Ratschläge geben und weitere Unterstützungsangebote initiieren.

Da die Grundschule Pullach seit dem Schuljahr 2013/14 in das Projekt der LMU München „Integrationshelfer in der inklusiven Schule“ eingebunden ist und mit vielen Partnern (Mobiler sonderpädagogischer Dienst, Schulbegleitern, AWO) zusammenarbeitet, ist es für alle sehr wertvoll, Entwicklung und Lernverhalten der Grundschüler auch aus der speziellen Sichtweise einer Heilpädagogin zu beleuchten.

 

Lernentwicklungsgespräche
Die Änderung der Grundschulordnung zum 01.08.2014 ermöglicht es den Grundschulen, anstelle eines Zwischenzeugnisses in den Jahrgangsstufen 1-3 ein dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch durchzuführen.

Von dieser Möglichkeit machte die Grundschule Pullach bereits ab dem Schuljahr 2014/15 Gebrauch. Die Evaluierung dieser Neuerung ergab, dass die Eltern, die in großer Anzahl daran teilgenommen hatten, diese Gelegenheit eines persönlichen Gesprächs überaus begrüßten. (100% Zustimmung) Auch die Schüler fanden es mit 97,5% gut, dass die Lehrerin vertraulich mit ihnen gesprochen hatte.

Für das Schuljahr 2016/17 beschloss die Lehrerkonferenz im Einvernehmen mit dem Elternbeirat, die Lernentwicklungsgespräche (LEG) erneut anzubieten.

Was ist ein Lernentwicklungsgespräch?
In einem LEG kommen die am Lernprozess Beteiligten, das Kind, die Eltern und die Klassenlehrkraft, zu Wort und tauschen sich aus.
In diesem Gespräch steht die individuelle Situation des Kindes mit seinen Stärken, Schwächen und Entwicklungspotentialen im Vordergrund. Um das Kind nicht zu überfordern, dauert das Gespräch ca. 30 Minuten.

Wie läuft ein LEG ab?
Vor dem LEG füllen die Kinder einen Selbsteinschätzungsbogen zu folgenden Bereichen aus:

  • Das kann ich besonders gut
  • So verhalte ich mich in der Gemeinschaft
  • So lerne und arbeite ich
  • Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachunterricht
  • Musik, Kunst, Werken und Gestalten, Sport, Religion/ Ethik
  • Das nehme ich mir vor

Die Lehrkraft füllt im Vorfeld einen Dokumentationsbogen aus. Dies ist ein Ankreuzbogen, in dem die Lehrkraft ähnlich dem Zwischenzeugnis die Bereiche Sozial-, Lern- und Arbeitsverhalten sowie die Leistungen in den einzelnen Fächern bewertet.
Dem LEG liegen sowohl der Selbsteinschätzungsbogen als auch der Dokumentationsbogen vor. Die Lehrkraft führt das Gespräch so, dass es für das Kind verständlich ist und geht dabei auf beide Bögen ein. Abschließend sieht das LEG eine konkrete Zielvereinbarung vor, die in den Dokumentationsbogen aufgenommen wird, um das künftige Lernen gemeinsam zu überprüfen und dadurch zu optimieren.
Eine Kopie des Bogens nimmt die Schule zu ihren Unterlagen.

Was sind die Vorteile des LEGs gegenüber dem Zwischenzeugnis?
Im Gegensatz zum Zwischenzeugnis erhalten Erziehungsberechtigte und Kinder eine persönliche Rückmeldung über den aktuellen Lern- und Leistungsstand im Gespräch. Missverständnisse und Unklarheiten werden vermieden, da gezielt nachfragt werden kann. Außerdem werden konkrete Fördermöglichkeiten besprochen. Das LEG erfolgt in kindgemäßer Sprache, d. h. das Kind steht im Mittelpunkt. Ein „Übersetzen“ des Zwischenzeugnisses für das Kind durch die Eltern entfällt.
Das LEG leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft von Grundschule und Elternhaus. Die Lehrkräfte befürworten das LEG eindeutig. Mit Hilfe der Zielvereinbarung wird noch mehr Kontakt zum Elternhaus hergestellt und das Kind als Partner gesehen.

 

Teilnahme am Europäischen Schulobstprogramm
Die Europäische Union hat das EU-Schulobstprogramm 2009 initiiert. Es soll die Wertschätzung für Obst und Gemüse bei Kindern steigern und die Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Ernährungsverhaltens unterstützen.

Seit November 2014 erhält jede Klasse einmal in der Woche eine Kiste mit genussfertigen und bereits gewaschenen Obst- und Gemüseerzeugnissen, die bevorzugt aus der Region stammen und saisonalen Bezug haben. Die Kinder nutzen das freiwillige Angebot rege.